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Cannabis Sämlingsphase: Dauer, Pflege und häufige Probleme
Die Cannabis Sämlingsphase ist die erste wichtige Entwicklungsphase nach der Keimung. In dieser Zeit bildet die junge Pflanze ihre ersten Blätter und entwickelt nach und nach ein kräftigeres Wurzel- und Triebsystem. Da Cannabis-Sämlinge noch besonders empfindlich sind, kommt es jetzt vor allem auf konstante Bedingungen und eine schonende Pflege an.
In diesem Artikel behandeln wir folgende Themen:
- Cannabis Sämlingsphase – das Wichtigste auf einen Blick
- Was ist die Cannabis Sämlingsphase?
- Cannabis-Sämlinge richtig pflegen
- Übergang in die Wachstumsphase
- Typische Probleme bei Cannabis-Sämlingen
- Häufige Fragen zur Cannabis Sämlingsphase
Cannabis Sämlingsphase – das Wichtigste auf einen Blick
Was ist die Sämlingsphase bei Cannabis? | Die Sämlingsphase beginnt mit dem Durchbrechen der Erdoberfläche, dauert meist etwa 1–2 Wochen und ist durch besonders empfindliche Jungpflanzen mit zarten Stängeln und ersten Blättern gekennzeichnet. |
Wie pflegt man Cannabis-Sämlinge richtig? | Cannabis-Sämlinge benötigen vor allem ausreichend Licht, vorsichtiges Gießen, passende Luftfeuchtigkeit und Temperaturen sowie eine zurückhaltende Düngung. |
Wann beginnt die Wachstumsphase bei Cannabis? | Die Wachstumsphase beginnt, wenn die Sämlinge mehrere echte Blätter entwickelt haben, kräftiger wachsen und ihr Wurzel- und Triebsystem zunehmend ausbilden. |
Welche typischen Herausforderungen treten in der Cannabis-Sämlingsphase auf? | Typische Probleme sind hängende oder verfärbte Blätter, langsames Wachstum und Stress nach dem Umtopfen, wobei eine frühzeitige Beobachtung hilft, die jeweiligen Ursachen einzugrenzen. |
Was ist die Cannabis Sämlingsphase?
Die Sämlingsphase startet, sobald der Keimling die Erdoberfläche durchbricht und seine ersten Keimblätter sichtbar werden. Die Sämlingsphase ist ein früher Abschnitt im Lebenszyklus der Cannabispflanze und bildet die Basis für die weitere Entwicklung der jungen Cannabispflanze.
Achtung: In dieser frühen Entwicklungsphase sind die jungen Pflanzen noch sehr empfindlich und reagieren schnell auf ungünstige Bedingungen. Du solltest auf starke Eingriffe wie Umtopfen oder eine intensive Düngung verzichten, damit die jungen Pflanzen nicht unnötig belastet werden.
Lesetipp: Du möchtest wissen, ob du Cannabis besser aus Samen oder Stecklingen ziehst? Unser Artikel zeigt dir die wichtigsten Unterschiede sowie die Vor- und Nachteile beider Methoden: Sämlinge oder Stecklinge – was passt besser zu dir?
Dauer: Die Sämlingsphase dauert meist etwa 1–2 Wochen, kann je nach Sorte aber variieren.
Typische Merkmale: Die Pflanzen haben einen dünnen, zarten Stängel, kleine Keimblätter und beginnen erst langsam mit der Bildung weiterer Blätter.
Cannabis-Sämlinge richtig pflegen
In den ersten Tagen und Wochen entwickeln sich die jungen Pflanzen besonders schnell. Sie reagieren in dieser Phase empfindlich auf ungünstige Bedingungen. Sämlinge sollten täglich beobachtet werden, um Anzeichen von Stress zu erkennen.
Eine ausgewogene Pflege bildet die Grundlage für eine gesunde Entwicklung:
Licht und Beleuchtungsdauer
Sämlinge benötigen ausreichend Licht, sollten aber keiner zu hohen Lichtintensität ausgesetzt werden. Zu viel Licht kann die jungen Pflanzen schädigen. Für Sämlinge genügen etwa 5.000 bis 15.000 Lux.
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Beleuchtungsdauer: Eine tägliche Lichtdauer von etwa 16–18 Stunden eignet sich häufig gut.
Lichtquelle: Gedimmte LEDs oder schwächere Leuchtstoffröhren sind empfehlenswert, da sie vergleichsweise wenig Wärme abgeben.
Abstand: Bei der Verwendung von LEDs sollte der Abstand in etwa 50cm betragen, das hängt aber natürlich von der Stärke der LED ab. Bei CFL-Lampen (Energiesparlampen) sollte der Abstand zu den Sämlingen etwa 15–20 cm betragen. Grundsätzlich sollte die Lampe nah genug stehen, ohne die Pflanzen durch zu viel Licht oder Wärme zu belasten. Bei einem zu großen Abstand können die Sämlinge stark in die Höhe wachsen und dünne, instabile Stängel entwickeln. Dieses sogenannte „Spargeln“ lässt sich durch einen passenden Lampenabstand vermeiden.
Cannabis-Sämlinge richtig gießen
Beim Sämlinge Gießen kommt es vor allem auf die richtige Wassermenge und Häufigkeit an. Da das Wurzelsystem junger Pflanzen noch klein ist, sollte das Substrat nicht unnötig stark durchfeuchtet werden.
Substrat: Das Substrat sollte locker sein und überschüssiges Wasser abführen können. Eine nährstoffarme Anzuchterde bietet den jungen Wurzeln gute Bedingungen.
pH-Wert: Beim Anbau in Erde liegt ein pH-Wert von etwa 6,0–6,5 in einem geeigneten Bereich.
Wassermenge: Gieße lieber vorsichtig und in kleinen Mengen, anstatt das gesamte Substrat zu durchnässen. Zu häufiges oder zu starkes Gießen kann die empfindlichen Wurzeln belasten. Wasser sollte zudem im Umkreis von wenigen Zentimetern um den Stängel gegeben werden.
Staunässe vermeiden: Die Erde sollte immer feucht, aber nicht durchnässt sein. Gieße Sämlinge, wenn die oberste Erdschicht trocken ist, damit die empfindlichen Wurzeln nicht durch zu viel Feuchtigkeit belastet werden.
Luftfeuchtigkeit und Luftzirkulation
Da das Wurzelsystem zu Beginn noch nicht vollständig entwickelt ist, können Sämlinge einen Teil ihrer benötigten Feuchtigkeit über die Blätter aufnehmen. Eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit unterstützt daher die jungen Pflanzen bei ihrer Entwicklung.
Luftfeuchtigkeit: Ein Wert von etwa 60–70 % eignet sich für diese Entwicklungsphase.
Zusätzliche Feuchtigkeit: Bei Bedarf kann eine Abdeckhaube oder ein Luftbefeuchter eingesetzt werden.
Luftzirkulation: Trotz der höheren Luftfeuchtigkeit sollte für eine leichte Luftbewegung gesorgt werden. Eine gute Belüftung hilft dabei, überschüssige Feuchtigkeit abzutransportieren und Schimmel vorzubeugen.
Die richtige Temperatur
Auch die Temperatur beeinflusst das Wachstum der jungen Pflanzen. Gleichmäßige Bedingungen helfen dabei, unnötigen Stress zu vermeiden.
Tagsüber: Temperaturen zwischen 20 und 25 °C sind gut geeignet.
Nachts: Die Temperatur sollte möglichst nicht unter 18 °C fallen.
Temperaturschwankungen: Starke Schwankungen zwischen Tag und Nacht solltest du möglichst vermeiden, da die empfindlichen Sämlinge darauf reagieren können.
Nährstoffe und Düngung
In der Sämlingsphase benötigen die Pflanzen normalerweise nur wenige zusätzliche Nährstoffe. Wurde bereits vorgedüngtes Substrat verwendet, ist für den Anfang meist keine zusätzliche Düngung erforderlich.
Substrat: Eine lockere und nährstoffarme Anzuchterde bietet den jungen Wurzeln gute Bedingungen.
Überdüngung vermeiden: Eine zu hohe Nährstoffkonzentration kann die empfindlichen Wurzeln schädigen. Organische Dünger geben Nährstoffe langsam und schonend ab und fördern gleichzeitig das Bodenleben.
Nährstoffzufuhr langsam steigern: Sobald sich die ersten echten Blätter entwickeln und die Pflanze sichtbar weiterwächst, kann die Düngung vorsichtig angepasst werden.
Cannabis-Sämlinge umtopfen
Wenn die jungen Pflanzen ausreichend Wurzeln entwickelt haben, kann das erste Umtopfen anstehen.
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Bei Autoflowering-Sorten solltest du möglichst auf mehrfaches Umtopfen verzichten, da zusätzlicher Stress das Wachstum beeinträchtigen kann.
Ein Endtopf mit etwa 5 bis 15 Litern Volumen bietet ihnen ausreichend Platz.
Feminisierten Sorten können dagegen mehrmals umgetopft werden. Dabei lässt sich die Topfgröße schrittweise erhöhen, sobald das vorhandene Gefäß gut durchwurzelt ist.
Übergang von der Sämlingsphase in die Wachstumsphase
Nach etwa zwei Wochen endet die empfindliche Sämlingsphase und die nächste Entwicklungsstufe beginnt. Erkennbar ist der Übergang vor allem daran, dass sich zunehmend echte Blätter bilden und die Pflanzen kräftiger und stabiler werden. In der Wachstumsphase nehmen sie deutlich an Höhe und Blattmasse zu, während sich gleichzeitig das Wurzelsystem weiterentwickelt.
Lesetipp: Nach der Wachstumsphase beginnt mit der Blütephase ein weiterer wichtiger Abschnitt im Lebenszyklus der Cannabispflanze. Welche Veränderungen jetzt stattfinden und auf welche Faktoren es in dieser Entwicklungsphase ankommt, erfährst du in unserem ausführlichen Ratgeber zur Cannabis Blütephase.
Mehr Licht: Mit zunehmendem Wachstum können die Pflanzen eine höhere Lichtintensität vertragen. Auch eine längere Beleuchtungsdauer von beispielsweise 18 Stunden kann nun sinnvoll sein.
Mehr Platz für die Wurzeln: Wenn das Wurzelsystem größer wird, benötigen die Pflanzen entsprechend mehr Raum. Ein Wechsel in einen größeren Topf schafft dafür die nötigen Voraussetzungen.
Steigender Nährstoffbedarf: Mit dem zunehmenden Wachstum steigt meist auch der Bedarf an Nährstoffen. Die Düngermenge sollte jedoch schrittweise erhöht werden, damit sich die Pflanzen langsam daran gewöhnen.
Wachstum beobachten: Kontrolliere regelmäßig den Zustand der Pflanzen. Ein stabiler Stängel, eine gleichmäßige Blattentwicklung und eine kräftige grüne Färbung sprechen für ein gesundes Wachstum. Verfärbungen oder ungewöhnlich lange, dünne Triebe können dagegen darauf hindeuten, dass Beleuchtung, Temperatur oder Nährstoffversorgung angepasst werden müssen.
Typische Probleme bei Cannabis-Sämlingen
Gerade für Anfänger ist es nicht immer leicht, einzuschätzen, ob sich ein Sämling normal entwickelt oder bereits auf ungünstige Bedingungen reagiert. Probleme und Fehler früh zu erkennen, ist eine wichtige Voraussetzung für einen guten Start und langfristigen Erfolg:
Lange, dünne Stängel: Wächst ein Sämling auffällig schnell in die Höhe, kann eine unzureichende Beleuchtung die Ursache sein. Als Lösungsansatz sollte zunächst die Position und Intensität der Lichtquelle überprüft werden.
Hängende oder verfärbte Blätter: Veränderungen an den Blättern können verschiedene Ursachen haben. Statt sofort zu düngen oder besonders viel zu gießen, sollten Grower zunächst die aktuellen Bedingungen überprüfen und nach möglichen Auslösern suchen.
Sehr langsames Wachstum: Entwickelt sich die Pflanze kaum weiter, kommen mehrere Faktoren infrage. Dazu gehören beispielsweise Stress nach einem Eingriff, ungünstige Umweltbedingungen oder Probleme im Wurzelbereich. Eine möglichst konstante Umgebung und eine schrittweise Anpassung einzelner Faktoren helfen dabei, die Ursache einzugrenzen.
Probleme nach dem Umtopfen: Reagiert ein Sämling nach dem Wechsel des Topfes mit vorübergehendem Wachstumsstopp, kann dies eine Stressreaktion sein. In diesem Fall ist es sinnvoll, der Pflanze zunächst Zeit zur Erholung zu geben, anstatt direkt weitere Veränderungen vorzunehmen.
Unsicherheit bei der Entwicklung: Nicht jeder kleine Unterschied bedeutet automatisch, dass ein Problem vorliegt. Die Entwicklung kann sich abhängig von Cannabissorte, Umgebung und Ausgangsbedingungen unterscheiden.
FAQ: Häufige Fragen zur Cannabis Sämlingsphase
Wie lange dauert die Sämlingsphase bei Cannabis?
Die Sämlingsphase dauert bei Cannabis in der Regel etwa 1 bis 2 Wochen. In dieser Zeit entwickelt die junge Pflanze ihr Wurzelsystem weiter und bildet nach und nach mehrere echte Blätter aus. Aus dem Keimling entsteht so eine kräftigere Jungpflanze. Wie schnell dieser Übergang erfolgt, hängt unter anderem von der Sorte und den Wachstumsbedingungen ab. Sobald die Pflanze kräftiger wächst und mehrere echte Blattpaare ausgebildet hat, geht sie in die vegetative Wachstumsphase über.
Wann endet die Sämlingsphase?
Sobald die Pflanze mehrere echte Blattpaare entwickelt hat und deutlich kräftiger wächst, geht die Sämlingsphase allmählich zu Ende. Die anfänglich kleinen Keimblätter spielen dann eine geringere Rolle, während sich zunehmend typische, gezackte Cannabisblätter bilden. Anschließend beginnt die vegetative Wachstumsphase.
Wie viel Licht benötigen Cannabis-Sämlinge?
Junge Cannabis-Sämlinge brauchen ausreichend, aber nicht übermäßig intensives Licht. Für Indoor-Grower eignen sich LED-Growlampen, da sich die Beleuchtungsdauer und Lichtintensität gut an die empfindliche Sämlingsphase anpassen lassen. Sämlinge sollten in den ersten 10–14 Tagen etwa 16–18 Stunden täglich beleuchtet werden. Eine zu starke Beleuchtung kann die empfindlichen Pflanzen belasten, während zu wenig Licht zu einem langen, dünnen Wachstum führen kann.
Wie sieht ein gesunder Cannabis-Sämling aus?
Ein gesunder Cannabis-Sämling wächst aufrecht und kompakt und besitzt kräftige, gleichmäßig grüne Blätter. Nach den ersten runden Keimblättern entwickeln sich zunehmend die charakteristischen gezackten Blätter. Hängende, verfärbte oder stark deformierte Blätter können dagegen auf ungünstige Wachstumsbedingungen hindeuten.
Wie lässt man Cannabissamen keimen?
Cannabissamen benötigen zum Keimen Temperaturen von etwa 20–25 °C.
Wichtig: Die Samen dürfen nicht direkt im Wasserglas oder Küchenrolle gekeimt werden.
Am besten man verwendet Eazy Plugs, die findest du in unserer Kategorie Anzucht oder man setzt den Samen gleich in die feuchte Erde. Mit der spitzen Seite, in etwa 5mm in den Eazy Plug drücken.






